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Jahr 2007
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Cumulonimbuswolke aus dem Jahr 2007

Sonnenuntergang aus dem Jahr 2008

Gewitteraufzug im Jahr 2008

 

Superzellenaufzug am 14.05.2007 über Dresden

Am späten Nachmittag dieses Tages bildete sich über dem Vogtland eine Gewitterzelle. Diese schlug nach recht kurzer Zeit eine ganz andere Richtung ein, als die übrigen Zellen - Sie wich von der allgemeinen Zugrichtung nach Osten ab. Nun zog die Zelle genau auf Dresden zu.

Zuvor bildeten sich auch schon immer wieder kräftige Zellen, die aber nach Norden mit der Höhenströmung zogen. Einzelne Zellen wiesen allerdings auch Meso-Strukturen auf.

Nun wieder zurück zu der brisanten Zelle des späten Nachmittags:

Ab dem Zeitpunkt, als die Zelle nach rechts bzw. Osten "abdrehte", wurde aus dieser erst noch "normalen" Zelle eine sogenannte Superzelle, also ein Gewitter mit einer großen Eigendynamik - Sie besitzen einen rotierenden Aufwindbereich, welcher sehr stark und stabil ist. Aus diesem Grund sind dies die gefährlichsten Zellen, die es gibt. Sie können Tornados, extremen Starkregen sowie Hagel hervorrufen.

In diesem Falle handelte es sich um eine Rightmover-Superzelle, da sie die Höhenströmung nach Osten verlassen hat.

Als ich diese Zelle am frühen Abend entdeckte, wusste ich nicht, was ich von dieser halten sollte. Einerseits wurde es hinter dem Niederschlagsvorhang schon wieder deutlich heller, andererseits war allerdings die Blitzfrequenz sehr hoch und der Niederschlag der nach Nordosten ziehenden Superzelle wurde nach Süden ausgeweht. Somit war eine Windscherung (Richtung und Stärke), die für die Bildung und das Überleben einer Superzelle sehr wichtig ist, mit Sicherheit vorhanden.

Nun ein Bild des Aufzugs:

Aufzug der Superzelle

 

Mir wurde anschließend klar, dass dieses Gewitter durchaus gefährlich werden könnte. Während es sich näherte, wurden die Fallstreifen immer dichter.

Nun versuchte ich ein paar Bilder von Blitzen zu schießen:

Blitzentladung

Weitere Blitzentladung

Blitzeinschlag in Dresden

 

Da meine Kameraausrüstung zu diesem Zeitpunkt nicht perfekt war, sind die Bilder nicht sonderlich scharf.

Je näher das Gewitter kam, desto unheimlicher wurde die Wolkenstimmung. Dies zeigt besonders das folgende Bild. Es zeigt zum einen die nach Süden ausgewehten Niederschlagsstreifen und zum anderen eine Wolkenabsenkung im linken Bereich des Bildes. Bei dieser Absenkung handelte es sich höchst wahrscheinlich um eine Wallcloud. Diese markiert den Bereich des stärksten Aufwindes:

Wolkenabsenkung

 

Ein weiteres beeindruckendes Bild:

Beindruckender Erdblitz

 

Folgend traf mich exakt der Bereich der Zelle mit den stärksten Niederschlägen. Der Niederschlag fiel bei mir fast ausschließlich als Hagel. Er prasselte in ohrenbetäubender Stärke für 10 Minuten auf unser Dach. Dadurch konnte sich auch eine dünne Hagelschicht bilden. Die Körner hatten einen Durchmesser von 1-2 cm. Insgesamt fielen 14 mm Niederschlag in weniger als 15 Minuten.

Heftiger Hagelschlag mit Bildung einer Hagelschicht:

Heftiges Hagelgewitter

Wetterstation nach dem Hagelunwetter

 

Die Schäden, welche durch diese Superzelle angerichtet wurden, waren glücklicher Weise gering.

Zum Abschluss noch ein Video, welches die Superzelle zeigt: Link zum Video

Damit beende ich den Bericht über dieses markante Wetterereignis.

 
 

 

Abendliche Superzelle im Jahr 2008

Superzelle im Jahr 2007

Blitzentladung im Jahr 2008

   
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© Josef Kaiser
 
Letzte Aktualisierung: 01.06.2009